Schmalspurbahn Środa – Zaniemyśl

Eine von vielen Attraktionen in Zaniemyśl ist eine Schmalspurbahn, die seit mehr als hundert Jahren auf der Strecke Środa Wielkopolska – Zaniemyśl verkehrt. Die Schmalspurbahn fährt mit einer Geschwindigkeit von ca. 25 km/h, und die Fahrt vom Kleinbahnhof Środa Miasto nach Zaniemyśl dauert etwa 45 Minuten.

Heute ist nur wenigen bekannt, daß dieses das einzige erhaltene Teilstück der ehemaligen Środa’er Kreisbahn ist. Ehe wir in diese Kleinbahn einsteigen, welche am 12. Juni 1995 in die Liste der Baudenkmäler eingetragen wurde, empfiehlt es sich sehr, einmal die Geschichte ihrer Entstehung in Erinnerung zu rufen. Die Schmalspurbahn war ein billiges Verkehrsmittel, und obwohl sie zunächst ausschließlich dem Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen diente, erwies sie sich bald als ein vorzügliches Personenbeförderungsmittel. Die erste Schmalspurbahn in Wielkopolska entstand im Jahre 1886 und verband Opalenica mit Lwówek. Der Bau der Środa‘er Kreisbahn begann im Jahre 1902, und das ist hauptsächlich der Zuckerfabrik in Środa zu verdanken, die im Jahre 1881 den Betrieb aufnahm. Der Anfang dieser Kleinbahn bestand als Normalspurstrecke und verband Główna (heute Posen Ostbahnhof und somit ein Stadtteil von Posen) mit Kobylepole, ihre Länge betrug 5,2 km. Daran schloß die Schmalspurstrecke Kobylepole - Środa Wlkp. (Wielkopolska) mit einer Spurweite von 1000 mm und einer Länge von 44,6 km an und verband folgende Kleinbahnstationen (in dieser Reihenfolge ab Kobylepole): Szczepankowo, Spławie, Żerniki, Tulce, Komorniki Sredzki, Nagradowice, Krerowo, Markowice, Staniszewo, Pławce, Zdziechowice, Babin, Dębicz, Ulejno, Połażejewo, Rumiejki, Chudzice, Szlachcin, Pierzchno und Olszewo. Ein wenig später entstanden die kurzen Abzweigstrecken Tulce – Kruszewnia, Krerowo - Czerlejno und Krerowo - Kleszczewo. Das Teilstück Środa Wlkp. – Zaniemyśl von 14 km Länge wurde am 1. Mai 1910 in Betrieb genommen und schaffte eine Verbindung zu den Ortschaften Słupia Wielka, Annopole, Płaczki, Śnieciska und Polwica. Gleichzeitig entstanden auch die Seitenabweige nach Jaszkowo über Zabikowo und über Połażejewo nach Mystek. Im Jahre 1925 entstand die Linie Annopole - Chwałkowo - Czarnotki, und zwei Jahre später die Verbindung Chwałkowo - Brodowo. Auf diesen Strecken dominierte natürlich der Transport von Zuckerrüben, aber für viele Bewohner der Umgebung, durch welche die Gleise der Schmalspurbahn liefen, war diese praktisch das einzige Verkehrsmittel. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Środa’er Kreisbahn nicht zerstört und bereits am 4. Februar 1945 wieder in Betrieb genommen. Am 1. Juli 1949 wurde die Kleinbahn des Kreises Środa verstaatlicht und unterstand viele Jahre der Regionaldirektion der Staatsbahnen in Posen (später Westliche Staatsbahndirektion). Im Jahre 1952 wurde beschlossen, die Spurweite der Schienen von 1000 mm auf 750 mm zu ändern. Leider wurde 1968 der Personenverkehr zwischen Kobylepole und Środa Wlkp. eingestellt und 1973 die Abzweigstrecken abgerissen, einschließlich der Verbindungen nach Brodowo , Czarnotki und Mystek. Somit ist von der ehemaligen Środa’er Kreisbahn einzig die Strecke Środa Wlkp. – Zaniemysl erhalten geblieben, die im Personenverkehr und für Touristen betrieben wird. Der Güterverkehr ist aus Mangel an Kunden praktisch aufgegeben worden. Neben den ständig in Betrieb befindlichen Dampflokomotiven Px48 verkehrt auch ein Triebwagen MBX. Die Schmalspurbahn, populär auch "Bummelzug" genannt, ist eine der Attraktionen in Zaniemyśl. Die Schmalspurbahn fährt mit einer Geschwindigkeit von ca. 25 km/h, und die Fahrt vom Kleinbahnhof Środa Miasto nach Zaniemyśl dauert etwa 45 Minuten. Der interessanteste Abschnitt liegt direkt hinter dem Bahnhof Środa, wo die Kleinbahn sich sehr langsam auf das Viadukt über die Bahnstrecke Posen – Kattowitz hinaufschiebt, und ein paar hundert Meter weiter bedarf es der Hilfe des Schaffners, um der Kleinbahn die Überquerung der viel befahrenen Kattowitzer Chaussee zu ermöglichen. Er geht dann auf die Straße und bringt mit seiner charakteristischen "Kelle" oftmals lange Schlangen von Autos zum Stillstand.

Strona Średzkiej Kolei Powiatowej

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Anreise

Zaniemyśl können Sie von Poznań aus mit dem Bus erreichen, und zwar mit dem Kombus Nr. 560. Die Route und den Fahrplan finden Sie hier.
Weitere Angebote des Anbieters PKS sowie die besten Verbindungen finden Sie auf der Internetseite des Busunternehmens.
Reisen Sie mit dem Auto an, folgen Sie der Adresse: Zaniemyśl, ul.Raczynskiego 29. Unsere GPS-Koordinaten: 52º 15 '32' 'N; 17º 16 '44' 'Eº 15 '32' 'N; 17º 16 '44' 'E

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Attraktionen

Im nördlichen Teil von Zaniemyśl sehen wir eine ehemals evangelische Kirche, erbaut in den Jahren 1854 - 1855. Sie wurde an gleicher Stelle einer im Jahre 1776 erbauten evangelischen Kirche errichtet. Es ist ein neoromanisches Bauwerk mit einem halbrunden Altarraum und einem hoch emporschießenden Turm. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 wurde sie durch den Dekan Edward Nawrowski als katholische Kirche geweiht. Sie ist Eigentum der gegenwärtigen Kirchengemeinde und wird stetig genutzt. Ein Dekret des Erzbischofs Anton Baraniak von 7. April 1965 verlieh ihr den Titel des "Unbefleckten Herzens Mariens" und gab ihr den Charakter einer ECCLESIAE. Im Jahre 1975 entstand neben dieser Kirche ein Pastoralzentrum. Bis dahin hatte sie ihre eigene Pfarrei. Derzeit unterstehen die beiden Kirchen in Zaniemyśl einer gemeinsamen Pfarrei.

 

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